Altstadtmuseum im Hinkelsturm
Der Freundeskreis Stadtmuseum Darmstadt e.V. betreut das Altstadtmuseum im Hinkelsturm an der Lindenhofstraße. Leider hat es hier einen Brandanschlag gegeben (Dummer-Jungen-Streich mit Silvesterrakete), so dass wir derzeit keine Besucher empfangen können.
Wir zeigen Ihnen hier eine Auswahl aus der Präsentation des Altstadtmuseums. So möchten wir Ihr Interesse an den mittelalterlichen Ursprüngen unserer Stadt wecken und Sie zu einem späteren Besuch anregen.
Die mittelalterliche Stadt
Wir haben die Schautafeln im Erdgeschoss des Altstadtmuseums in ein Video überführt.
Betrachten Sie die Entwicklung der Stadt von den Anfängen bis ins hohe Mittelalter:
Niebergall und Datterich
Im Stockwerk darüber begegnen wir dem Mundartdichter Ernst Elias Niebergall (1815-1843) und seiner 1841 erschienenen Lokalposse „Der Datterich“. Das Stück ging hundertfach in Darmstadt, aber auch in vielen anderen Städten über die Bühne, es hat bis heute nichts von seiner Frische eingebüßt.
Berlin erlebte zum 100. Geburtstag von Ernst Elias Niebergall am 18. Februar 1915 eine Festaufführung des Datterich. Der berühmte Theaterkritiker Alfred Kerr schrieb darüber:
Datterich ist ein Nepper und ein Nassauer, doch mit seinem Seelenklang leuchtender und beglückender als die Welt ringsum. Die Ordentlichgebliebenen sehnen sich nach seiner beflügelnden Frechheit. Als Verkommenheitsengel schwebt er über dem Dunst. Und wenn er auf Anderer Kosten säuft …, so erscheint er doch wie der bessere Teil dieses Erdenwallens.
Die letzte prominente Aufführung des Datterich geschah im Jahr 2025 im Großen Haus des Staatstheaters mit der Hessischen Spielgemeinschaft und Hans-Joachim Heist (alias Gernot Hassknecht) in der Hauptrolle.




Das Altstadtmodell
Im verglasten Obergeschoss mit seinem Panoramablick über die verlorene Darmstädter Altstadt stand das große Modell der Altstadt im Maßstab 1 : 160, angefertigt von Christian Häussler. Es konnte nach dem Brandanschlag geborgen werden und steht nun im Foyer des Justus-Liebig-Hauses gleich nebenan. Dort können Sie es zu den üblichen Öffnungszeiten kostenlos betrachten. Eine Kostprobe davon gibt es hier.


