Die Kartonmodelle
Jeder von uns hat schon einmal mit Papier/Karton, Schere und Klebstoff ein „Objekt“ geschaffen und dabei die besonderen Eigenschaften des Kartonmodellbaus intuitiv kennengelernt: Die Begrenzungen durch das Material, den Charme der Reduzierung auf das Wesentliche und die Kniffligkeit beim sauberen Zusammenkleben.
Verschiedene Modellbauer, darunter bald auch der vielseitige Künstler und Schöpfer des Altstadtmodells Christian Häussler, haben sich auf das kleine Abenteuer Kartonmodellbau eingelassen und wunderbare Darmstadt-Miniaturen geschaffen. Alle Bögen sind auf der Grundlage vorhandener Pläne und Ansichten von Hand konstruiert und mit Aquarellfarben coloriert. Einige enthalten auch Zusatzinformationen zur Geschichte des Gebäudes. Hier können Sie die Modelle in natura betrachten und erwerben.


In der Vorweihnachtszeit 1988 nahm die Idee ihren Anfang: Der erste Ausschneidebogen Bessunger Fachwerkhaus Ludwigshöhstr. 3 wurde für damals 3,- DM vorgestellt.
Von da ab sollte möglichst jedes Jahr ein weiterer Bogen entstehen. Die beiden Initiatoren des Vereins, Frau Dr. Hanne Wittmann und Dr. Wolfgang Martin, hatten die Idee und motivierten erfolgreich den Designer und Modellbauer Christian Häussler dazu, der schon seit 1984 an „seinem“ Altstadtmodell arbeitete. Er setzte seither die Idee im Maßstab 1:160 um, im gleichen Maßstab, wie das Altstadtmodell.

Darauf folgend im Jahr 1989 kam der Modellbaubogen Altes Pädagog, schon deutlich aufwändiger, hinzu.

Im Jubiläumsjahr 1990 folgte zu 400 Jahre Darmstädter Martinsviertel das Achteck-Haus in der Mauerstraße zum Nachbau.

1991 folgte dann in den Vorweihnachtstagen etwas ganz speziell für die heimische Eisenbahn: Der Ostbahnhof.

Schon zu diesem Zeitpunkt lagen außerdem das kleine Arbeiter-Doppelhaus in der Liebfrauenstraße und der Lange Ludwig aus Anlass des 40. Heinerfestes 1991 vor.


Ab 1992 gab es das Haus Deiters auf der Mathildenhöhe im größerem Maßstab 1:100, was sich in Gestaltung und Dachform als recht anspruchsvoll erwies. Anlass war die Eröffnung des Hauses zur Darmstädter Galerie des 19. Jahrhunderts.

1994, wieder in der Vorweihnachtszeit konnte die Johanneskirche zusammengebaut werden, diesmal wegen ihrer Größe im kleineren Maßstab 1:200.

Zum Jahresende 1998 dann folgte die runde Ludwigskirche, ebenfalls im Maßstab 1:200, und mit ihrer am römischen Pantheon angelehnten Kuppel eine besondere Herausforderung.


Etwa gleichzeitig erschien unser Bestseller: Der Hochzeitsturm, das Darmstädter Wahrzeichen schlechthin.

Als 11. Bogen, dann wieder im Maßstab 1:160, entstand 2005 das Ernst-Ludwig-Haus als Museum Künstlerkolonie. Es ist recht anspruchsvoll zu bauen und wurde aus Anlass einer Ausstellung zur 100. Wiederkehr der zweiten Künstlerkolonieausstellung Ein Dokument Deutscher Kunst 1905 realisiert.
2016 konnte vom Verein mit dem Architekten Daniel Jünger ein weiterer Gestalter von Modellbaubögen gewonnen werden, der nun dem Lauf der Zeit entsprechend am Rechner mit CAD arbeitete.

Daniel Jünger entwarf mit der Stadtkirche den 12. Bogen und die dritte Darmstädter Kirche.

Mit dem historischen Alten Rathaus schließt sich vorläufig der Reigen unserer Kartonmodelle.
Vielleicht hat jemand Lust und Können, weitere Modelle zu konstruieren? Wir hätten da noch ein paar Dutzend Anregungen…
Originelle Darmstadt-Souvenirs – garantiert nicht Made in China!

Hier können Sie die Modelle in natura betrachten und erwerben:
- Info-Shop der Stadt Darmstadt, Neues Rathausfoyer am Luisenplatz
- Bessunger Buchladen in der Heidelberger Straße 81b
- Buchhandlung Hugendubel Ernst-Ludwig-Straße 12
- Das Modell des Hochzeitsturms erhalten Sie auch direkt am Ort des großen Vorbildes.